Schlagwort-Archiv: Belegrecht

„GSW23“ und Kotti&Co als Modellprojekte für Wohnen in Selbstverwaltung statt Deutsche Wohnen

Aus unserem Schreiben an die Mitglieder der BVV Friedrichshain-Kreuzberg vom 27. August 2013:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir MieterInnen aus einigen der 23 „Schenkungshäuser“ in Kreuzberg begrüßen es, dass die Bezirksverordnetenversammlung sich mit dem Thema „GSW-23-Häuser-Verfall stoppen – Leerstand beseitigen – Rechte des Bezirks durchsetzen!“ am 28. August beschäftigt und der Bezirk die Öffentlichkeit über das Vorgehen des Senats informiert.
Der Drucksache DS/0260/IV ist zu entnehmen, dass der Bezirk kaum Spielraum für die Durchsetzung der Belegungsrechte oder auch Maßnahmen gegen Leerstand und für Instandsetzung sieht, da der Senat von oben eingreift und die GSW von allen Verpflichtungen aus dem Einbringungsvertrag zu entbinden scheint. 

Gruß der GSW23 an die Besetzer_innen in der Bevern2

Das Fass ist schon seit langem voll in unseren Häusern. In der Bevernstr. 2 ist es jetzt übergelaufen. Die entmieteten und seit langem leerstehenden Wohnungen in dem Haus sind seit gestern besetzt – und das ist gut so. Denn die Zustände in der Bevernstr. 2 zeigen, wo es lang gehen soll mit unseren Häusern, den 23  verschenkten GSW-Häusern, aber auch jedem anderen Haus, in dem die Mieten heute noch nicht auf Profitmaximum getrimmt sind.

Bevernstr. 2 besetzt!

auf indymedia lese ich gerade:

Heute um 16:00 haben wir leerstehende wohnungen in der bevernstraße 2 besetzt.
Die Bevernstraße 2 wird von der Eigentümerin, der Entwicklungsgesellschaft bevern gmbh & co kg. entmietet. Mit der besetzung der Wohnungen unterstützen Freund_innen der Kampagne „leerstand belegen. besetzten!“ die Mieter_innen in der Bevernstraße 2. um die Besetzung zu feiern laden wir ab jetzt (16:00) zu Tee und Kuchen, zu veganem Brunch im Hof der Bevern 2 ein.

Recht auf Stadt, Land, Haus

Giacomete, April 1996

Auf dem gentrificationsblog ist ein interessanter Bericht über die Organizing for Occupation-Ansätze in New York – Besetzung von Leerstand (für Wohnungslose, für Familien). Das ist auch passend zu unseren „Beispielen“, die zeigen, dass es auch einen anderen Umgang mit Leerstand und Verrottung geben kann als in Berlin. Hier kennen sie – ob Rot-Rot oder Rot-Schwarz – anscheinend nur den Polizeiknüppel. In Brasilien und der Schweiz geht’s auch anders.

Belegungsrecht-FAQ

Die Wrangelkiez-Initiative hat zusammen mit der Rechtsanwältin der Mieter-Gemeinschaft, Carola Handwerg, Fragen und Antworten in Sachen Belegungsrecht erarbeitet.

GSW23 im MieterEcho

Christoph Villinger schreibt im MieterEcho über uns und spitzt den politischen Konflikt auf die Frage des Belegrechts zu. Und da hat er nicht unrecht: Wenn die Wohnungen alle belegt wären, dann wäre das Wohnen schöner, weniger kalt und unheimlich als in einem halb leeren Haus – und weniger interessant für Investoren.

Neuigkeiten aus der Senatsverwaltung für Finanzen

Aus einem Antwortschreiben des Staatssekretärs für Finanzen im Berliner Senat gehen interessante Neuigkeiten hervor, was die Zahl der verschenkten Häuser angeht und das Belegrecht der Bezirke.