Manteuffelstr. 7

Pilz nach unbehandeltem Wasserrohrbruch im Leerstand der Manteuffelstr. 7

Pilz nach unbehandeltem Wasserrohrbruch im Leerstand der Manteuffelstr. 7

Das Highlight in der Geschichte der Manteuffelstr. 7 ist der Pilz im Seitenflügel. Ein Wasserrohrbruch im entmieteten Gebäude wurde tagelang nicht behoben und die Wasserschäden über Monate unbehandelt gelassen. Ergebnis: das Gebäude ist bald nicht mehr instandsetzbar. Noch besser als ein entmieteter Altbau in Spreeufernähe für einen Investor ist ein leeres Grundstück…

Der Seitenflügel

Im Frühjahr 2008 wurde der Seitenflügel allmählich still besetzt nachdem acht der zehn Wohnungen seit Jahren leer standen. 18 Monate lebten die Leute mit uns. Es gab weder eingefrorene Wasserleitungen, noch sonst einen Grund zur Beschwerde. Ganz im Gegenteil, das Zusammenleben in den Häusern war gut. Aber statt den BewohnerInnen Mietverträge anzubieten, wurde der Seitenflügel Ende 2009 ohne vorherige Ankündigung (Räumungsverfügung) im Auftrag der GSW spontan und überraschend durch die Polizei geräumt.

Anfänglich kontrollierten Wachschützer, dann Leerstandsverwalter den Seitenflügel alle zwei Wochen, um sicherzugehen, dass der Seitenflügel auch leer bleibt bis in den Herbst 2010 . Dann wurden die Besuche seltener. Der letzte Eintrag in die Leerstands-Listen erfolgte im Februar 2011.

Durch Zufall stellten wir während eines Hoffestes dann fest, dass in der Erdgeschoss-Wohnung rechts ein ca. 20 Quadratmeter großer und ca. 2 cm dicker braun-gelb-orange marmorierter Pilz blüht, der wiederum von einem weissen Schimmelpilz überwuchert wird. Die Decke ist zum großen Teil eingestürzt, (man kann an einer Stelle sogar in die Wohnung im ersten Stock sehen)

Nachdem ein Holzgutachter die von uns gemachte Fotos dieses Pilzes gesehen hatte, diagnostizierte dieser:

Lehrbuchbild von einem Hausschwamm der schon sehr weit fortgeschritten ist und bereits Fruchtkörper ausbildet. Gefährlich für die Atemluft sei es, wenn der Schwamm Schimmel ansetzt, was an mehreren Stellen der Fall ist.

Wir baten die GSW um einen gemeinsamen Besichtigungstermin. Lange nach Fristsetzung und etlichen Nachfragen kam es dann endlich im November zu einer Begehung mit einem Zimmerer und Tischler von der beauftragten Tochter der GSW “Facilitas” und unserem Hausmeister, einem Architekten des Mietshäuser Syndikats, einer Rechtsanwältin der Mietergemeinschaft und drei Vertreterinnen unseres Manteuffel7-Vereins. Obwohl das Treffen und die Begehung MIT uns stattfinden sollte, wurden Seitenflügel und Dach des Vorderhauses unter Ausschluss unserer Partei vorgenommen. Das würde uns als Mieter des Vorderhauses nichts angehen.
Im Seitenflügel wurde als erstes ein neues Schloss eingebaut und die Fenster wurden GESCHLOSSEN!!!!
Laut des Zimmerers wisse die GSW von dem “Schaden” und dem Hausschwamm seit ein einhalb Jahren. Aber am Seitenflügel würde auch sicher nichts mehr geschehen. Es sei sicher profitabler, das Haus zu verkaufen, das hätte in der Schlesischen 25 ja auch ganz prima funktioniert. Unser Haus würde zwar im Moment nicht auf seiner Liste der zu verkaufenden Häuser stehen, aber das kann sich ja schnell ändern.

Den Hausschwamm im Seitenflügel, der inzwischen auch auf Küche und Bad übergegriffen hat und der in dieser Größenordnung eindeutig durch die GSW verschuldet wurde, zu sanieren, würde allein etwa 200 bis 250.000 Euro kosten. Doch damit nicht genug.

Auch das Vorderhaus hat ernst zu nehmende Probleme

Im Keller, der seit einem Wasserrohrbruch 2009 (das Wasser stand über einen Meter hoch) total durchfeuchtet ist und im Erdgeschoss wuchert schwarzer und weisser Schimmel. Unsere Sorge ist, dass dies auch in den anderen Wohnungen unter den nachträglich eingebauten Rigips-Wänden der Fall ist.
Und das Dach müsste endlich NACHHALTIG repariert werden, so dass es nicht Jahr für Jahr zu Wasserschäden im 4.OG kommt.

Laut Einbringungsvertrag müssten bis spätestens 2014 die Häuser instand gesetzt werden. Bis dahin wird der Schwamm nicht warten.

Liebe GSW, schenkt uns die Häuser endlich, damit wir unseren Wohnraum erhalten und selbst gestalten können.

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