Kategorie-Archiv: Presse

Wo erscheinen wir in der Presse, in der Öffentlichkeit? Hier sammeln wir Hinweise auf Presseveröffentlichungen, die wir interessant oder wichtig finden.

GSW23 im MieterEcho

Christoph Villinger schreibt im MieterEcho über uns und spitzt den politischen Konflikt auf die Frage des Belegrechts zu. Und da hat er nicht unrecht: Wenn die Wohnungen alle belegt wären, dann wäre das Wohnen schöner, weniger kalt und unheimlich als in einem halb leeren Haus – und weniger interessant für Investoren.

23% Eigenkapitalrendite

…statt für Menschen. Mäuschen gespielt auf der Berliner Immobilienrunde im August 2011 im Hotel Maritim, Eintritt kostete irgendwie 880 Euro oder so. Das Video machts für alle möglich: Einmal knapp 15 Minuten einem Immobilien-Verwerter bei der Entwicklung seines Geschäftsmodell zuschauen. Es zeigt warum in Zeiten der Finanzkrise nicht nur die Finanzmarktzocker das Problem sind – sondern wie die Suche ganz normaler „Kleinanleger“ nach sicheren Anlagemöglichkeiten und das damit verbundene „ganz normale Geschäft“ mit den Eigentumswohnungen darin besteht, einen Altmieter zu vertreiben, um dann 23% Eigenkapitalrendite aus der Renovierung und Neuvermietung zu holen. Wer keine Viertelstunde Zeit hat für die immobilienwirtschaftliche Vorrede, dem empfehlen wir das Renditerechenbeispiel in den letzten zwei Minuten ab 12:30.

GSW23 im Mietenpolitischen Dossier

Mieter/innen überreichen mietenpolitisches Dossier an den neuen Senat

Mieter/innen überreichen mietenpolitisches Dossier an den neuen Senat

Ein Bünd­nis aus Mie­ter/innen überreichte der neuen rot-schwarzen Koalition ein mie­ten­po­li­ti­sches Dos­sier zu ihren Koalitionsverhandlungen im Roten Rathaus (siehe auch Fotos und Video).

Die Situation in den 23 Schenkungshäusern der GSW steht stellvertretend für die etwa 100.000 ehemals öffentlich geförderten Wohnungen, die an institutionelle Anleger privatisiert wurden. Die Orientierung an kurzfristigen Gewinnen steht über der langfristigen Bewirtschaftung der Bausubstanz und eine soziale Wohnungsversorgung wird nur solange gewährleistet, wie sie sich z.B. als hohe Vermietungsquote günstig in den Bilanzen darstellen lässt. Dort, wo Weiterverkäufe, Modernisierungen und Umwandlungen in Eigentumswohnungen Extraprofite versprechen, sind die Mieter/innen mit Strategien der Vernachlässigung, Entmietung und Luxussanierung konfrontiert. Die für den öffentlichen Wohnungssektor eigentlich massgeblichen sozialen Bewirtschaftungsorientierungen, wie öffentliche Belegungsbindungen und Vorkaufsrechte der Mieter/innen, scheinen durch die bis heute geheimen Privatisierungsverträge ausser Kraft gesetzt worden zu sein. Mehr lesen im Mietenpolitischen Dossier (zu GSW23 ab S. 18)