Anlässlich der Jahrestagung der Immobilenwirtschaft

Neben der öffentlichen Aktion „Fang den Bus“ gab es auch mindestens eine Aktion mit direktem GSW-Bezug. In einer Erklärung zu Steinwürfen auf einen Mietpunkt der GSW in Berlin-Köpenick bei linksunten.indymedia.org heißt es:

… Mit unseren Aktionen schließen wir uns den Kämpfen von den Kiezinis, den Mieter_innen und Lehrstandsbesetzer_innen an, die sich wehren und bereit sind den Kampf gegen die Verschärfung der kapitalistischen Verhältnisse, gegen die Schere zwischen Armut und Reichtum, gegen die Vertreibung aus der Innenstadt, aus unseren Kiezen, aufzunehmen. Wir fordern keine sozialere Politik vom Senat oder sonst irgendeiner Regierung, für uns kann die Antwort auf die momentan stattfindende Verschärfung nur der Aufbau selbstorganisierter und solidarischer Strukturen und die Abschaffung des Kapitalismus sein. Viele Beispiele in Berlin zeigen, wie sich Mieter_innen gegen den Wucher der Modernisierung, der Mietsteigerung und den Loftbau organisieren. Die widerständige Arbeit trägt ihre Früchte, denn die Menschen lernen sich wieder kennen, sich streiten, diskutieren und sich in Aktionen zu organisieren, in den Häusern, in den Kiezen, an Nachmittagen zu Kaffee und Kuchen oder in den Gerichten zur Unterstützung. 

Bericht aus einer Bauausschusssitzung

Schimmel nach nicht versorgtem Wasserrohrbruch in entmietetem Seitenflügel

Schimmel nach nicht versorgtem Wasserrohrbruch in entmietetem Seitenflügel

Die GSW wurde 2004 für 405 Millionen Euro privatisiert. 2011 beim Börsengang haben sich die GSW-Investoren für die Ausgabe von GSW-Aktien rund 468 Millionen Euro geben lassen. Im Oktober 2011 kostete die Aktie rund 20 Euro, seit Januar 2012 zeigt der Aktientrend stetig nach oben, im Juni 2012 lag die Aktie bei über 27 Euro (Quelle: finanzen.net).

Lärmdemo

Gegen steigenden Mieten am Kotti & Co (ganz Berlin!)
Samstag 9, Juni / 16Uhr / Kotti-Protest-Gecekondu
Admiralstrasse 1 / Kottbusser Tor
Im Anschluß Tee trinken und Musik
Die Miete ist zu hoch!
Wir sind Kreuzberg – wir bleiben!
Bringt Kochtöpfe, Trillerpfeifen und was sonst noch alles Lärm macht mit. Bringt eure Nachbarn und Freund_innen mit. Wir wollen eine laute, bunte, starke, freudige, offene Demonstration unseres Kampfesmutes! Für ein Recht auf Stadt für alle!

Kotti & Co’da artan kiralara karşı (tüm Berlin’de!)
Cumartesi 9, Juni / saat 16 / Kotti-Protesto-Gecekondusu
Admiralstrasse 1 / Kottbusser Tor
Daha sonra Çay ve Müzik
Kira çok yüksek!
Kreuzberg biziz – kalıyoruz!
Tencere, düdük ve gürültü yapan ne varsa getirin. Komşularınızı ve arkadaşlarınızı getririn. Mücadelemizi gösteren sesli, renkli, neşeli ve açık bir eylem istiyoruz!
Herkese şehir hakkı için!

Kotti & Co
Die Mietergemeinschaft am Kottbusser Tor

Gruß der GSW23 an die Besetzer_innen in der Bevern2

Das Fass ist schon seit langem voll in unseren Häusern. In der Bevernstr. 2 ist es jetzt übergelaufen. Die entmieteten und seit langem leerstehenden Wohnungen in dem Haus sind seit gestern besetzt – und das ist gut so. Denn die Zustände in der Bevernstr. 2 zeigen, wo es lang gehen soll mit unseren Häusern, den 23  verschenkten GSW-Häusern, aber auch jedem anderen Haus, in dem die Mieten heute noch nicht auf Profitmaximum getrimmt sind.

Bevernstr. 2 besetzt!

auf indymedia lese ich gerade:

Heute um 16:00 haben wir leerstehende wohnungen in der bevernstraße 2 besetzt.
Die Bevernstraße 2 wird von der Eigentümerin, der Entwicklungsgesellschaft bevern gmbh & co kg. entmietet. Mit der besetzung der Wohnungen unterstützen Freund_innen der Kampagne „leerstand belegen. besetzten!“ die Mieter_innen in der Bevernstraße 2. um die Besetzung zu feiern laden wir ab jetzt (16:00) zu Tee und Kuchen, zu veganem Brunch im Hof der Bevern 2 ein.

Bevernstr. 2 besetzt!

auf indymedia lese ich gerade, eines der GSW23-Häuser betreffend:

Heute um 16:00 haben wir leerstehende wohnungen in der bevernstraße 2 besetzt.
Die Bevernstraße 2 wird von der Eigentümerin, der Entwicklungsgesellschaft bevern gmbh & co kg. entmietet. Mit der besetzung der Wohnungen unterstützen Freund_innen der Kampagne „leerstand belegen. besetzten!“ die Mieter_innen in der Bevernstraße 2. um die Besetzung zu feiern laden wir ab jetzt (16:00) zu Tee und Kuchen, zu veganem Brunch im Hof der Bevern 2 ein.

Leerstand belegen: Jetzt mit Bürozeiten

Parteienanträge zu GSW23 im Berliner Abgeordnetenhaus

Die Grünen haben Anfang März einen Antrag gestellt: Es geht ihnen ums Vorkaufsrecht für Mieter und Mieterinnen. Zur Höhe dieser Vorkaufsangebote schweigt sich der Antrag aus. Was hilft aber das schönste Vorkaufsrecht, wenn sich der vorgeschlagenen Kaufpreis am freien Markt orientiert und ihn sich niemand leisten kann außer Anleger??

Jetzt ziehen die Piraten nach und bringen in einem Änderungsantrag den Genossenschaftsgedanken ein. Das geht schon eher in Richtung praktische Kritik der Eigentumsverhältnisse, denn wer Genossenschaften will, muss sie auch finanziell fördern. So könnte aus dem Vorkaufsrecht ein Schuh werden statt eine Farce.

Guggenheim/BWM kriegen Druck in Kreuzberg

http://youtu.be/WzxMbRx6XN8

Nachtrag 25.3.2012: Nach der im Video dokumentierten Veranstaltung und der Ankündigung weiterer Proteste hat BMW das geplante „BMW-Guggenheim-Lab“ am Spreeufer im sogenannten „MediaSpree“-Gebiet, das Ende Mai eröffnet werden und für das diese Woche Baubeginn sein sollte, vor einigen Tagen kurzfristig abgesagt. Seitdem schlagen die Wogen sehr hoch, die herrschende Politik von CDU, SPD und Grünen ist schwer empört, das Aufkommen an Presseartikeln kaum noch überschaubar. Mehr lesen

Recht auf Stadt, Land, Haus

Giacomete, April 1996

Auf dem gentrificationsblog ist ein interessanter Bericht über die Organizing for Occupation-Ansätze in New York – Besetzung von Leerstand (für Wohnungslose, für Familien). Das ist auch passend zu unseren „Beispielen“, die zeigen, dass es auch einen anderen Umgang mit Leerstand und Verrottung geben kann als in Berlin. Hier kennen sie – ob Rot-Rot oder Rot-Schwarz – anscheinend nur den Polizeiknüppel. In Brasilien und der Schweiz geht’s auch anders.