Tagesarchiv: 10. Mai 2013

Einladung (zum ausdrucken und -hängen)

Jetzt neu: Zehlendorf79

Landesweit wurden zu Anfang der 1990er Jahre 631 Häuser an diverse Wohnungsbaugesellschaften verschenkt. Die 23 Häuser, die in Kreuzberg an die GSW verschenkt wurden, waren als erste mit ihren Adressen bekannt. Jetzt gibt es auch die Liste mit den Adressen der 79 Häuser, die in Zehlendorf an die verschiedenen Wohnungsbaugesellschaften verschenkt wurden. Wir gehen davon aus, dass die Übertragung der Z79 zu ganz ähnlichen, wenn nicht den gleichen Bedingungen geschah, die auch bei uns in Kreuzberg nicht eingehalten wurden. Wir werden uns in Verbindung setzen mit den Bewohnern der Häuser in Zehlendorf – und wir werden auch nach weiteren Adresslisten aus anderen Bezirken recherchieren.

Breaking News: GSW23 ist Teil von Berlin631

Insgesamt wurden zu Beginn der 1990er Jahre nicht nur in Berlin-Kreuzberg 23 Häuser an die GSW verschenkt, sondern berlinweit gingen 631 Häuser aus den Bezirksämtern an die Wohnungsbaugesellschaften (vgl. Aktenbeleg). Diese Übertragungen fanden unter strengen Auflagen und besonderem Mieterschutz statt: Alten- und behindertengerechte Instandsetzung (nicht: Sanierung!) innerhalb von 10 Jahren, – keine Luxus-Sanierung – nur bedarfsdeckende Mietsteigerungen – kein Weiterverkauf, keine Umwandlung in Wohneigentum, – aktive Förderung von MieterInnenräten bzw. Vorkaufsrecht der ganzen Häuser für Mietergenossenschaften.

199 Häuser gingen an die degewo – inzwischen: degewo AG
154 Häuser gingen an die GSW, 2004 privatisiert, seit 2010 GSW Immobilien AG
144 Häuser gingen an die GESOBAU – inzwischen: GESOBAU AG
99 Häuser gingen an die STADT UND LAND – noch GmbH
27 Häuser gingen an die GEWOBAG- inzwischen: GEWOBAG AG
8 Häuser gingen an die BEWOGE – als GmbH Teil der WBM-Gruppe

Außer den 23 Kreuzberger GSW-Häusern ist eine Liste mit den Adressen von 79 Häusern in Zehlendorf öffentlich.